WC-Projekt 2003-2012

Ich beobachtete das WC als Raum, da es ein Ort ist, der jeder in unserer Gesellschaft kennt und benützt. Daraufhin befasste ich mich mit verschiedenen Perspektiven, die durch die Formen, Ecken, Rundungen und Platten zu spannenden Situationen führen können. Ich fing an unterschiedliche Emotionen, wie zum Beispiel Ruhe, Angst und Einengung in den Bildern zu entdecken. Diese verfolgte ich weiter, von Bedürfnissen bis hin zu  Ansichten und Einstellungen der Menschen. Ich bemerkte, dass sich in diesem Raum, in dem sich die Gesellschaft entleert, einige Parallelen ziehen lassen. So vertiefte ich mich vor allem auf Themen, die mich selber in unserer Gesellschaft stark beschäftigen, unter anderem mit Geschlechtertrennung und Rollenverteilungen.

Es erstaunte mich, wie viel sich in diesem Raum wiederspiegelte. Schach ist ein schwarz/weisses Machtspiel mit klaren Aufgaben- und Rollenverteilungen. Bei der Entstehung des WC-Schachs, war es spannend zu beobachten, wie viel Einfluss minimste Veränderungen haben können. Ich finde es spannend, klar gesetzte Grenzen und Rollen zu hinterfragen und sich Gedanken dazu zu machen, wie weit diese notwendig oder sogar unverzichtbar sind, damit das System noch funktioniert.

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Ausstellung Jugendart Kunststadt Olten

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